Oyá

Oyá kontrolliert den Wind, beschwört Stürme herauf und ist eine der Frauen von Changó, mit dem sie auch oft in Schlachten kämpft. Sie ist die leidenschaftlichste der weiblichen Orishas, auch sie benutzt auch Blitze, um ihre Feinde niederzuschlagen. Sie bewacht die Tore des Friedhofs und achtet darauf, dass die Grenzen zwischen Leben und Tod eingehalten werden. Oyá trägt einen vollen Rock, der aus neun verschiedenfarbigen Stoffstücken besteht. Weil ihre Kleidung neun Farben enthält, sagen manche Leute, dass der Regenbogen, der auch aus verschiedenen Farbtönen besteht, zu Oyá gehört.

Beim Tanzen trägt sie Pferdehaar in der Hand (=genannt Iruke) und beschwört damit den Wind herauf. Ihr Tanz ist sehr stark und leidenschaftlich und sie ist oft mit Blumen bekleidet.

Farben: Weinrot/Dunkelrot
Repräsentiert: Die Jungfrau von Candelaria, die Jungfrau von Carmen und in einigen Teilen Kubas Santa Teresa de Jesús
Symbol: Kupferkrone mit neun Spitzen

Eine Pataki (Legende) von Oyá

Shangó war auf einem rauschenden Fest. Er trank viel, tanzte und hatte eine schöne Zeit. Er wiegte seine Hüften und gab an mit seiner Männlichkeit. Um zu demonstrieren, dass er ein König ist hatte er seine Krone aufgesetzt. Er wusste nicht, dass auch einige seiner Feinde das Fest besuchten, diese beäugten ihn mit Missgunst und führten nichts Gutes im Schilde.

Als das Fest zu Ende ging verabschiedete sich Shangó von allen. Taumelnd vom Trinkgelage macht er sich auf den Weg ins Freie. Er kam jedoch nicht weit, denn seine Feinde lauerten ihm in einer dunklen Ecke auf. Sie überwältigten ihn, legten ihm Fesseln an und sperrten ihn in ein dunkles Verließ.

Tage vergingen und keiner wusste, wo der große König war. Oyá war zu diesem Zeitpunkt noch mit Ogún verheiratet, hatte jedoch ein Verhältnis mit Shangó. Sie fand in ihrem Haus in einem Geheimversteck Shangós Mörser und Pilón und wunderte sich warum er diese Dinge hier versteckt hielt. Vor allem war sie neugierig, welches Geheimnis sich hinter den beiden Gegenständen verbarg. Allerdings wusste sie, dass Shangó wütend werden würde, ob der Verletzung seiner Privatsphäre.

Die Neugier übermannte sie jedoch nach einigen Tagen, sie entfernte das rote Tuch, das den Pilon bedeckte. Sie berührte den Mörser und bemerkte, dass darin etwas schimmerte. Im Mörser befand sich eine klare Flüssigkeit. Diese begann zu vibrieren und formte ein Bild.

In dem Bild sah Oyá, dass Shangó von seinen Feinden gefangen gehalten wurde. Sie sah, dass er wie ein Hund in einem Käfig eingesperrt war, und seine Feinde ihn verhöhnten und verspotteten. Oyá wusste, dass er hilflos war, weil er nicht von seinen Kräften Gebrauch machen konnte.

Oyás Ärger über die Ungerechtigkeit war so groß, dass sich in ihrem Haar Blitze bildeten. Sie schrie zum Himmel, man möge ihr einen Blitz schicken, auf dem sie zu Shangós Rettung eilen könne. In ihrer Verzweiflung griff sie sich den Mörser mit der Flüssigkeit in welcher immer noch Shangós Abbild zu sehen war und küsste es.

Ihre Lippen brannten wie Feuer, sie rannte vor das Haus zu einem Brunnen, um ihre Schmerzen zu stillen. Das Wasser blieb jedoch wirkungslos. Sie öffnete ihren Mund und blies stark aus, um ihre Lippen durch den Luftzug zu kühlen, da kam ein gewaltiger Feuerstrahl aus ihrem Mund, der alles rings um sie versehrte. Kurz darauf fiel der Blitz, den sie vorhin gefordert hatte vor ihre Füße, sie setzte sich auf ihn und er brachte sie zum Gefängnis des Shangó.

Sie flog über die Zelle und tat einen lauten Kriegsschrei, öffnete ihren Mund und spie eine so furchterregende Feuersbrunst aus ihrem Mund, dass Shangós Feinde vor Schreck von diesem Anblick flohen und sich versteckten. Oyá schickte einen Blitz und öffnete die Schlösser der Tür zu Shangós Verlies.

Shangó wusste nicht, wie er freigekommen war, aber als er nach draußen ging, sah er Oyá und traute sich nicht zu ihr zu laufen, da er sie noch nie in so einer Verfassung gesehen hatte. Oyá schickte einen weiteren Blitz zu Shangó er stieg auf und war zugleich an Oyá Seite, von wo er mit Donner und Blitzen seine Feinde traktierte.

Als sie in Oyás Haus ankamen war Shangó immer noch erstaunt über seine wunderbare Rettung. Oyá erzählte ihm, dass sie sein Geheimnis entdeckt und sich des Zaubers bemächtigt hatte. Shangó war erst erzürnt über die Neugier der Oyá, allerdings auch sehr dankbar für die Rettung aus seiner misslichen Lage.

Fortan ist Oyá an Shangós Seite, wenn er in die Schlacht zieht.

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