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Die Bantú (vor allem aus der Kongoregion) repräsentieren die Mehrheit der afrikanischen Sklaven, die im 17. und frühen 18. Jahrhundert nach Kuba kamen. Erst später wurden die Yoruba, die aus Nigeria stammen, die primäre Gruppe, die in Kuba versklavt wurde. Die Religion der Bantú ist Palo (Monte). In der Musik der Bantú werden Trommeln und Handrasseln verwendet, die auf der Kommunikation mit Ahnengeistern, den Toten, beruhen. Die Lieder und Gesänge, oft in einer Kombination aus Spanisch und Bantú, spielen eine zentrale Rolle in den Ritualen von Palo.
Salsa bedeutet wörtlich übersetzt eigentlich "Soße". Diese Bedeutung erklärt sich durch die Vielfalt an lateinamerikanischen Rhythmen und Tänzen aus denen Salsa entstanden ist (u.a. Mambo und Son).
Salsa ist nicht nur eine Musikrichtung oder ein Tanz, sondern auch ein Stück Lebensgefühl. Für die meisten Latinos (und ich glaube mittlerweile auch für viele europäische Salseros) gehört der Tanz zum täglichen Leben dazu. Tanzen wird auch kaum in der Tanzschule sondern "en la calle" – also auf der "Straße", auf Festen, beim Fortgehen – gelernt.
Das schöne an Salsa ist das Fehlen strenger Regeln, anders als bei den klassischen Tanzschul- und Turniertanz-Tänzen. Es gibt sehr viele unterschiedliche Stilrichtungen aus denen sich jeder seinen persönlichen Stil "zusammenmischen" kann. Im Vordergrund steht immer die Freude am Tanz.
Darüber, woher Salsa eigentlich wirklich kommt, gehen die Meinungen auseinander. Kuba, Puerto Rico und New York streiten sich darum, für den Ursprung der Salsa-Musik verantwortlich zu sein. Wahrscheinlich hat jeder ein bisschen recht.
Das Herzstück der Salsa und für die Entwicklung der Salsa-Musik von zentraler Bedeutung ist der Son, der aus Kuba kommt. Weiterentwickelt zur Salsa wurde der Son mit einer Kombination aus anderen Rhythmen und Tänzen – unter anderem auch Mambo, ebenfalls aus Kuba stammend – von in den USA lebenden Latinos.
In den 60er- und Anfang der 70er-Jahre wurde dieser Mischung (Soße) in New York der Name "Salsa" gegeben. Als Keimzelle der Salsa in den USA wird "El Barrio", das lateinamerikanische Viertel New Yorks, angesehen.
Rasch verbreitete sich die Musik in der gesamten spanischsprachigen Karibik und New York verlor seine Vormachtstellung. Eigene Stilrichtungen entwickelten sich neben Kuba (Irakere, Los Van Van), in Puerto Rico, Venezuela (Oscar D' Leon) und Kolumbien (Joe Arroyo, Grupo Niche) sowie in Mexico City und Lima – und sogar in Japan (Orquesta de la Luz).
In diesem schnellen und energischen Stil der Rumba mit einem 6/8-Takt provozieren männliche Solotänzer die Trommler dazu, komplexe Rhythmen zu spielen, die sie durch ihre kreativen und manchmal akrobatischen Bewegungen nachahmen.
Männer können auch mit anderen Männern konkurrieren, um ihre Beweglichkeit, Stärke, Selbstsicherheit und sogar ihren Sinn für Humor zu zeigen. Columbia enthält viele Bewegungen, die aus Kongo-Tänzen sowie aus dem spanischen Flamenco stammen. In letzter Zeit haben Tänzer vermehrt Breakdance- und Hip-Hop-Bewegungen eingebaut. Auch immer mehr Frauen tanzen Columbia. Zur Columbia wird nicht gesungen.
Dies ist der älteste bekannte Rumba-Stil, der aufgrund seines langsameren Takts auch als „Rumba der Alten“ bezeichnet wird. Er wird alleine getanzt, vor allem von Frauen, oder von Männern und Frauen zusammen.
Obwohl männliche Tänzer während des Tanzes mit weiblichen Tänzern flirten können, verwenden sie nicht den Vacunao – die symbolische, sexuelle "Impfung" –, die in Rumba Guaguancó verwendet wird. Yambú hat von allen drei Tänzen die meisten spanischen Elemente, während Columbia die meisten afrikanischen Elemente hat.
Guaguancó ist ein Paartanz der sexuellen Konkurrenz zwischen Mann und Frau. Der Mann versucht periodisch, seinen Partner mit einem einzigen Stoß seines Beckens zu "fangen".
Diese erotische Bewegung wird Vacunao ("Impfung" oder genauer "Injektion") genannt, eine Geste, die von Yuka und Makuta (Tänzen) abgeleitet wird und die sexuelle Penetration symbolisiert. Der Vacunao kann auch mit einer plötzlichen Hand- oder Fußbewegung ausgedrückt werden. Die Frau hält die Enden ihres Rockes fest, während sie ihren Ober- und Unterkörper verführerisch in einer entgegengesetzter Bewegung wegbewegt. Die Bewegung symbolisiert ein Öffnen und Schließen des weiblichen Körpers. Der Mann versucht, die Frau mit ausgefallenen, oft gegenmetrischen Schritten, die durch das Quintett hervorgehoben werden, abzulenken, bis er in der Lage ist, den Vacunao auszuführen.
Die Frau reagiert, indem sie sich schnell abwendet, die Enden ihrer Röcke zusammenbringt oder die Leistengegend mit der Hand (Botao) bedeckt, wodurch die "Injektion" symbolisch blockiert wird. Meistens gelingt es dem Tänzer nicht, seinen Partner zu "fangen". Der Tanz wird mit gutmütigem Humor aufgeführt.
Auch die Rumba hat ihren Ursprung in der afrokubanischen Musik und ist ursprünglich Musik für Gesang und Schlaginstrumente. Rumba könnte ihre Abstammung in dem spanischen Wort „rumboso“ haben, was auf englisch „magnificent“, auf deutsch „großartig“ bedeutet, und welches zu Anfang des 19. Jahrhunderts in einer Werbung für ein „großartiges Orchester“ auftauchte.
Der Begriff Rumba entwickelte sich zunächst nicht für eine eigenständige Musikgattung Sondern wurde wie einer Reihe anderer Wörter (tumba, macumbam, tambo,...) als Bezeichnung für ein „Fest“ verwendet. Als nächstes bezeichnete der Begriff zu Anfang des 20. Jahrhunderts einen bestimmten Tanzstil und erst danach eine spezifische Musikgattung mit den dazugehörigen Tänzen.
Der Begriff Rumba ist nicht nur der Oberbegriff für verschiedene Tänze, sondern er steht auch für die gesamte Tanzveranstaltung. Im Gegensatz zu den europäischen Gesellschaftstänzen gibt es in der Choreografie keine Umschlingung oder Berührung wie beim Walzer oder Tango, bei dem gerade die Umschlingung das augenfälligste „weiße“ Element darstellt, sondern es ist gerade die Distanz der beiden Tanzpartner, die die Spannung schafft.
In der Rumba drücken sich religiöse Rituale der Sklaven aus, es ist die Musikgattung, die den Ritualen am nächsten kommt. An ihren freien Sonntagen spielten die Sklaven die Rumba und drückten im Tanz ihre Gefühle aus. Noch heute ist es üblich, nach verschiedenen Festen (Hochzeit, Geburtstag, Beerdigung) Rumba-Musik zu spielen und zu tanzen. Die Musikgattung Rumba ist eng verknüpft mit den dazugehörigen Tänzen. Dabei lassen sich drei Formen unterscheiden: die Rumba Guaguancó, die Rumba Yambú und die Rumba Columbia.
Die Rumba hat immer die gleiche Grundstruktur, die der des Son ähnlich ist: das „Ruf-Antwort“– Prinzip wird aufgegriffen, es kommt zum Wechselgesang zwischen Solist und Chor. Die Eröffnung einer Rumba erfolgt durch den Solisten, der zuerst einen kurzen Text spricht/singt („la diana“), dann kommt eine Pause und dann setzen die claves mit ihrem 1-2-3, 1-2 Rhythmus ein. In der Rumba wird also der Ton nicht von Klavier, Trompete oder Gitarre angegeben, sondern vom Solisten und den claves. Nachdem der Solist die Melodie zu gemäßigtem Tempo angedeutet hat werden Rhythmus und Tempo schneller und der kleine Chor setzt ein. Die Struktur ist geprägt von der spontanen Inspiration des Solisten und den Tänzern wird richtig „eingeheizt“. Den Part des Chores nennt man – wie im Son – „montuno“, die vom Solisten gesungene Melodie heißt „la diana“.
Ebenfalls entsprechend dem Son haben Schlaginstrumente die größte Bedeutung in der Rumba. Zentrales Element und sehr spezifisch für die Rumba ist das Instrumentenensemble, das tumbadoras genannt wird, aus drei tonnenförmigen Trommeln besteht und von den Anfängen bis heute in der Rumba beibehalten wurde. Die drei Trommeln werden salidor (=Einführer), tres-dos (=Drei-Zwei) und quinto (=Fünfte) genannt. Die quinto ist die leitende Trommel, die entsprechend der Inspiration des Solisten eingesetzt wird. Ergänzende Instrumente sind claves, catá, guagua und güiros.
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