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Elegguá

Er ist der Herr der Straßen, Straßenkreuzungen und Türen und ist verantwortlich für das Gelingen oder den Misserfolg am Lebensweg. Elegguá beeinflusst Begegnungen und Entscheidungen, Zufälle und Unfälle.

Er wird als Schelm gesehen und spielt Menschen gerne Streiche. Er ist frech, impulsiv, chaotisch, unberechenbar, stiftet gerne Verwirrung und Streit und hat Macht über das sexuelle Begehren.

Oft wird er als Kind dargestellt, weshalb er als schelmisch, spöttisch und etwas töricht gilt.

Mit seinem „Garabato“, einen Gabelstock, bahnt er einen Weg durch das Dickicht. Dies symbolisiert seine Bestimmung Lebenswege zu eröffnen.

Repräsentiert: Heiligen Michael, Heiligen Antonius von Padua, Jesuskind von Atocha.
Farben: rot und schwarz
Symbole: Garabato und Schlüsselbund

 

Eine Pataki (Legende) von Elegguá

 
Olofi war zu einer Zeit sehr krank und betrübt über die Situation im Universum. Er war müde und gebrechlich von Anstrengungen des Erschaffens. Die Orishas wurden gerufen, um zu sehen, ob sie etwas für den großen König tun könnten. Sie versammelten sich in der großen Halle des Himmels, in der Olofi in seinem Thron zusammengebrochen war, und besprachen, wie sie ihn heilen könnten.
 
Obatalá versuchte es zuerst und reinigte ihn mit seinem weißen Tuch, dies verfehlte jedoch seine Wirkung. Orula bereitete ein Tonikum zum Trinken zu, Olofi ging es davon jedoch nicht besser. Ozain versuchte sich mit Kräutern, ebenfalls ohne Erfolg. Jeder Orisha tat sein Bestes, alle Bemühungen blieben vergebens.
 
Elegguá ging zwischen den Orishas umher und versuchte sich einzubringen, aber er war noch ein Kind und die anderen Orishas sahen auf ihn herab und belächelten ihn. Er zupfte an Yemayas Rock, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, und fragte, ob er es versuchen dürfe. Yemaya sagte ihm, er solle sich benehmen und ruhig sein. Er ging zu Oyá, war jedoch sofort von ihrem bösen Blick verängstigt und versteckte sich hinter Aggayus Beinen. Aggayu scheuchte ihn zum Spielen nach draußen, da dies eine Angelegenheit für die Ältesten sei. Elegguá war traurig und verletzt, weil er nicht ernst genommen wurde.
 
Er rannte zu Obatalá und fragte ihn, ob er es versuchen dürfte. Obatalá sagte ihm, dass seine Kräfte nicht ausreichen würden, Olofi zu heilen. Elegguá beharrte allerdings auf seinem Versuch zu helfen, er pochte auf sein Recht, da er schließlich, wenn auch ein Kind, so doch ein Orisha sei. Obatalá erhob seinen Stab und ordnete Stille an. Er forderte die Orishas auf, zur Seite zu treten und Elegguá versuchen zu lassen, Olofi wiederzubeleben.
 
Elegguá ging langsam, und unter dem steten Getuschel der anderen, zu Olofis Thron, sah ihn von Kopf bis Fuß an und setzte sich frech auf seinen Schoß. Elegguá griff in seinen Sack und zog drei Kräuter heraus. Er war immer im Wald unterwegs und er hatte oft beobachtet, wie Ozain mit den verschiedenen Kräutern des Waldes gearbeitet hatte. Von den Kräutern, die er aufgesammelt hatte, nahm er von jedem Zweig ein Blatt und steckte es in Olofis Mund.
 
Elegguá bewegte Olofis Mund mit seinen Händen um ihn zum Kauen und Schlucken zu bringen. Nachdem er die Kräuter verschluckt hatte, zog Elegguá eine Feder heraus und führte sie über den leblosen Körper von Olofi. Leider blieb auch der Versuch von Elegguá erfolglos und er verließ mit trauriger Miene Olofis Schoss.
 
Die Orishas waren immer noch verärgert über Elegguás ungebührliches, respektloses Verhalten und verlangten, dass er dafür bestraft werde. In ihrem Ärger merkten sie nicht, wie ein leichter Schein von Olofis Brust aufstieg. Er wurde heller und heller, bis der große König mächtig und groß vor seinem Thron stand. Das Licht war so überwältigend, dass alle Orishas vor Olofi auf die Füße fielen.
 
Olofi rief Elegguá zu sich und dankte ihm für das, was er getan hatte. Er fragte, wie er es geschafft hatte und Elegguá antwortete, dass er jeden Teil des Waldes und seine Geheimnisse studiert habe und sein Wissen endlich anwenden wollte. Weiters erzählte er Olofi, dass ihn keiner der Orishas außer Obatalá eine Chance gab, selbst sein Glück zu versuchen. Olofi lächelte und sagte Elegguá, dass er von jetzt an alle Türen, Toren und Wege öffnen kann. Er gab Elegguá einen goldenen Schlüssel, der Olofis Haus und jede andere Tür im Universum entriegelte. Er verzauberte auch seine Feder und sagte Elegguá, dass er mithilfe der Feder durch die Zeit, durch Licht und Dunkelheit, durch Böses und Gutes, vorwärts und rückwärts gehen könnte.
 
Olofi verkündete daraufhin, dass Elegguá fortan sein persönlicher Bote sein würde und dass die Orishas bei allem, was sie tun auf sein Wort hören müssten. War Elegguá nicht einverstanden, würden ihre Taten und Botschaften Olofis Schloss nicht erreichen. Weiters verfügte er, dass Elegguá fortan bei jeder Zeremonie der erste sein werde, zu dem gebetet wird.
 
Als Kind im Herzen stand vor den Orishas und streckte lachend die Zunge heraus. Olofi lächelte ihn an und schickte ihn auf den Weg, um die Ordnung am Weg der Menschheit und der Orishas aufrecht zu erhalten.
 
 

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